Mittwoch, 15. Oktober 2008

14.10.08 - Die Anreise

Nachdem nach ca 4 Monaten das Visum endlich - und Gott sei Dank auch rechtzeitig - eingetrofen war, ging also die Reise in die Staaten los. Nach zwei sehr erholsamen Stunden Schlaf, weckte mich mein Handy um 5:30 Uhr und ich machte mich fertig. Eineinhalb Stunden später startete dann der Zug von Limburg Richtung Frankfurt Flughafen. Leider war der Zug aus technischen Mängeln nur halb so lang wie sonst und dementsprechend völlig überfüllt. Da die Fahrt aber nur 20 Minuten dauert, war ich auch mit einem Stehplatz zufrieden.

Am Frankfurter Flughafen angekommen ging ich direkt zum Check-in Schalter, um mein Flugticket in Empfang zu nehmen. Da offenbarte mir der Mann von der Lufthansa, dass der Flug überbucht sei und ich nun nur auf der Warteliste stünde. Auf meine Nachfrage, wie das denn sein könne, da ich ja schon seit 4 Monaten dieses Flugticket mit Sitzplatzreservierung habe, kam keine zufriedenstellende Antwort. Er verwies mich aber an den Schalter direkt am Abflugort. Dort könnte ich evtl. noch einen Platz bekommen. Falls dies nicht geschehe, würde man mich in anderen Flügen umleiten, so dass der Flug 6-7 Stunden länger dauern würde.
Da mir dies aber überhaupt nicht entgegen kam, ging ich schnellst möglich zum angegebenen Schalter. Nur war dort 2 h vor dem Abflug keine Lufthansa Mitarbeiter anwesend. Diese kamen dann etwa eine Stunde später. Leider waren bis dahin noch viele andere geprellte Kunden eingetroffen, die auch alle noch einen Platz haben wollten. Also stand ich eine Weiel an, wurde dabei mehrfach von Vordrängelern überholt, für die es angeblich besonders wichtig sei, noch ein Ticket in diesem Flugzeug zu erhalten. Ich weiß nicht genau, wie die Mitarbeiter es dann gemacht haben, aber ich hatte den Eindruck, dass jeder der wollte dann auch noch eine Karte bekam. Scheinbar waren die Plätze wohl doch nciht so knapp. So waren es nur 1,5 schön stressige Stunden, und mein Frühstück am Flughafen musste leider ausfallen.

Im Flugzeug selber, befürchtete ich nun, dass ich einen schlechten Platz in der Mitte bekommen hatte, da mein reservierter Gangplatz ja vergeben war. Aber mit Glück bekam ich einen Platz ganz hinten im Flugzeug, wo weniger Leute in der Reihe sitzen und dadurch etwas mehr Platz zwischen den Sitzen war, was die Sache deutlich angenehmer machte. Als Bonus hatte ich dann auch noch einen Fensterplatz, so dass die lange Reihe der Negativereignisse, die mich seit den Bemühungen um einen Praktikumsplatz in den USA ereilten, endlich ein Ende zu finden schien.

Die 11 Stunden Flugzeit gingen dann auch recht ereignislos und einigermaßen erträglich vorrüber, so dass ich gut gelaunt und pünktlich um 12 Uhr mittags Ortszeit in San Franscisco landete. Doch hier ging es dann auch schon wieder bergab. Das Einreiseformular für die USA, was auf dem Flug auszufüllen war, blieb aufgrund seiner etwas unförmigen Form beim Aussteigen an einem Sitz hängen und zerriss. Dank der netten Lufthansa Mitarbeiter bekam ich dann aber ein neues Formular, was ich als erstes nach dem Ausstieg erneut asufüllte, da es ja für die Einreise notwendig war. Dies warf mich dann im Strom der Aussteigenden weit zurück, so dass ich einer der Letzten war, der an den Schaltern eintraf. An dieser Stelle wendete sich das Blatt aber wieder zum Guten, da genau zu diesem Zeitpunkt die Schalter, die eigentlich nur für US Bürger gedacht sind, auch für die anderen geöffnet wurden. Ich wurde dann also direkt zu einem leeren Schalter gewunken und überholte so spielend die 500 Wartenden.

Dies brachte mir denn beim Mietwagenstand auch den Vorteil, dass ich vor der großen Masse ankam, und so nach ca. 20 Minuten schon meinen Mietwagen in Empfang nehmen konnte. Das enthalteten Navi hatte aber leider Verbindungsprobleme zum GPS Satellieten, so dass ich die ersten 10 Minuten im Auto leider ohne Hilfe überstehen musste. Ich erinnerte mich aber noch von meinem letzten Besuch in den Staaten an die ungefähre Lage des Flughafens und meines Zielortes, so dass ich auf Verdacht dann eine Richtung Einschlug und losfuhr. 10 Minuten später bestätigte mir dann das Navi auch, dass ich richtig war. Ich fuhr dann direkt zu Ronny bei SAP, der mich dort in Emfang nahm und mir den Schlüssel für unser Apartment übergab.

Damit war die Anreise abgeschlossen. Insagesamt war ich rund 17 Stunden unterwegs und demetnsprechend geschafft. Aber auch sehr glücklich, da es nun endlich losgehen konnte!