Ich bin izwischen ziemlich genau eine Woche in den USA und muss leider berichten, dass ich mich inzwischen einsam und verlassen fühle. Zwar haben mich meine Freunde nicht verlassen, aber ein fast ebenso wichtiger Teil meines Lebens - das liebe Geld - scheint mir nicht mehr treu zu sein. Jeden Tag muss ich tatenlos zu sehen, wie ein nicht unbeachtlicher Teil von mir geht.
Der größte Teil hat mich gestern Abend verlassen. Da habe ich mir ein Auto gekauft, was, so hoffe ich allerdings, sein Geld aber auch wert ist.
Ich hatte schon seit ca. 2 Wochen die passenden Anzeigen bei Craigslist studiert und mir auch schon ein Auto in San Jose angeschaut. Das war allerdings in einem unfassbar schelchtem Zustand. Es hatte viele sehr krasse Lackschäden, die Handbremse ging nicht. Die Fussbremse lag bei max. 40%, das Lenkrad schlackerte beim Fahren wie wild, und, und, und... Dafür wollte der gute Mann noch $2800 haben, was eher ein Witz zu sein schien. Da die anderen Angebote, die einigermaßen in Frage kamen, aber vom Anzeigentext nicht so interessant waren, fand ich mich schon damit ab, dass ich den Mietwagen nochmal verlängern müsste, bis ich ein Auto gefunden hätte. Ich schaute dann aber nochmal durch die Anzeigen und siehe da, erst eine Stunde vorher hatte jemand einen Ford Escort direkt hier in Mountain View eingestellt. Der Wagen war unfallfrei (ist er immernoch :) ) hatte eine neue Abgasuntersuchung, neue Reifen und einen frischen Ölwechsel hinter sich. Zudem hat er noch eine "Registration" bis Jul 2009 (ist glaub ich sowas ähnliches wie der TüV bei uns). Mit 80000 gefahrenen Meilen bewegte er sich in der Preisklasse dann auch eher am unteren Ende der Skala. Langer Rede kurzer Sinn: Das Auto machte wirklich einen guten Eindruck. Ich vereinbarte dann auch sofort einen Termin für den gleichen Abend noch. Verkäufer war ein griechischer Microsoft Mitarbeiter, der zurück nach Griechenland gehen wollte, und deshalb das Auto verkaufen wollte.
Die Probefahrt gefiel mir auch gut. Alles schien in gutem Zustand zu sein. Was für diese Gegend recht unüblich ist, der Wagen hatte eine Hand-Gangschaltung, was mir aber durchaus entgegen kam. Wie ich dann beim ersten Anfahren merkte, hatte ich mich aber durch den Mietwagen schon zu stark an die Automatik gewöhnt, so dass das Ganze recht holprig ablief. Alex (der Verkäufer) warf mir ein paar böse Blicke zu und sagte dann doch mit einem kleinen Grinsen, dass es besser sei etwas geschmeidiger anzufahren.
Nach der Probefahrt machten wir das Geschäftliche klar und so war ich dann stolzer Besitzer meines eigenen Wagens. Heute bin ich dann zum AAA (sowas wie der deutsche ADAC) gegangen, um mein Auto dort zu versichern und anschließend umzumelden. Da stellte ich leider fest, dass so eine Versicherung hier für ein halbes Jahr ca. $600 kostet, die natürlich im Voraus zu bezahlen sind. Dies ist eine der inzwichen recht zahlreichen Ausgaben, die man in der Planung vorher nicht auf der Rechnung hatte. Aber an der Versichrung sollte man ja nicht sparen, also machte ich das alles klar und ging dann zur Ummeldung. Die Dame sagte dort nachdem sie die Daten meines Autos ins System eingegeben hatte: "Ah, er hat ja noch eine Registration, dann sind es nur $220". Für keine 5 Minuten Arbeit finde ich das eine recht anständige Gebühr für eine Ummeldung. Aber noch überwog die Freude über das neue Auto. Dies änderte sich dann aber alsbald, als ich anschließend meinen Mietwagen in Mountain View abgeben wollte. Dort wurde mir offenbart, dass es etwas teurer werden würde, als geplant. Mein ursprünglicher Kostenvoranschlag lag bei $290. Am flughafen vor einer Woche wurde mir dann gesagt, dass da aber keine Versicherung enthalten sei, so wurden daraus dann schon $550 - immerhin fast das Doppelte. Und nun wurde mir heute Mittag gesagt, dass ich $670 bezahlen sollte. Die Erklärung dafür war, dass ich am Flughafen angegeben hätte, dass ich den Wagen auch dort wieder zurückgeben wollte und ich nur deshlab unbegrenzte FreiMeilen hätte. Durch die Rückgabe in Mountain View müsste ich ca. $0,40 pro Meile zahlen, was dann nochmal $100 sind + weitere §20 für die Rücküberführung des Wagens. Nach einigen Verhandlungen konnte ich das Ganze dann noch um $50 drücken, so dass der Mietwagen dann immernoch mit $620 zu Buche schlug.
Wenn man das Gnaze dann mal zusammennimmt sind, das sind das seit gestern ca $3900, die ich ausgegeben habe - eingeplant davon waren ca. $2800.
So kommt es, dass ich mich derzeit etwas verlassen fühle...
Für die nächsten Tage steht jetzt die Beantragung der Social Security Number und das Ablegen der Führerscheinprüfung an.
Dienstag, 21. Oktober 2008
Mittwoch, 15. Oktober 2008
14.10.08 - Die Anreise
Nachdem nach ca 4 Monaten das Visum endlich - und Gott sei Dank auch rechtzeitig - eingetrofen war, ging also die Reise in die Staaten los. Nach zwei sehr erholsamen Stunden Schlaf, weckte mich mein Handy um 5:30 Uhr und ich machte mich fertig. Eineinhalb Stunden später startete dann der Zug von Limburg Richtung Frankfurt Flughafen. Leider war der Zug aus technischen Mängeln nur halb so lang wie sonst und dementsprechend völlig überfüllt. Da die Fahrt aber nur 20 Minuten dauert, war ich auch mit einem Stehplatz zufrieden.
Am Frankfurter Flughafen angekommen ging ich direkt zum Check-in Schalter, um mein Flugticket in Empfang zu nehmen. Da offenbarte mir der Mann von der Lufthansa, dass der Flug überbucht sei und ich nun nur auf der Warteliste stünde. Auf meine Nachfrage, wie das denn sein könne, da ich ja schon seit 4 Monaten dieses Flugticket mit Sitzplatzreservierung habe, kam keine zufriedenstellende Antwort. Er verwies mich aber an den Schalter direkt am Abflugort. Dort könnte ich evtl. noch einen Platz bekommen. Falls dies nicht geschehe, würde man mich in anderen Flügen umleiten, so dass der Flug 6-7 Stunden länger dauern würde.
Da mir dies aber überhaupt nicht entgegen kam, ging ich schnellst möglich zum angegebenen Schalter. Nur war dort 2 h vor dem Abflug keine Lufthansa Mitarbeiter anwesend. Diese kamen dann etwa eine Stunde später. Leider waren bis dahin noch viele andere geprellte Kunden eingetroffen, die auch alle noch einen Platz haben wollten. Also stand ich eine Weiel an, wurde dabei mehrfach von Vordrängelern überholt, für die es angeblich besonders wichtig sei, noch ein Ticket in diesem Flugzeug zu erhalten. Ich weiß nicht genau, wie die Mitarbeiter es dann gemacht haben, aber ich hatte den Eindruck, dass jeder der wollte dann auch noch eine Karte bekam. Scheinbar waren die Plätze wohl doch nciht so knapp. So waren es nur 1,5 schön stressige Stunden, und mein Frühstück am Flughafen musste leider ausfallen.
Im Flugzeug selber, befürchtete ich nun, dass ich einen schlechten Platz in der Mitte bekommen hatte, da mein reservierter Gangplatz ja vergeben war. Aber mit Glück bekam ich einen Platz ganz hinten im Flugzeug, wo weniger Leute in der Reihe sitzen und dadurch etwas mehr Platz zwischen den Sitzen war, was die Sache deutlich angenehmer machte. Als Bonus hatte ich dann auch noch einen Fensterplatz, so dass die lange Reihe der Negativereignisse, die mich seit den Bemühungen um einen Praktikumsplatz in den USA ereilten, endlich ein Ende zu finden schien.
Die 11 Stunden Flugzeit gingen dann auch recht ereignislos und einigermaßen erträglich vorrüber, so dass ich gut gelaunt und pünktlich um 12 Uhr mittags Ortszeit in San Franscisco landete. Doch hier ging es dann auch schon wieder bergab. Das Einreiseformular für die USA, was auf dem Flug auszufüllen war, blieb aufgrund seiner etwas unförmigen Form beim Aussteigen an einem Sitz hängen und zerriss. Dank der netten Lufthansa Mitarbeiter bekam ich dann aber ein neues Formular, was ich als erstes nach dem Ausstieg erneut asufüllte, da es ja für die Einreise notwendig war. Dies warf mich dann im Strom der Aussteigenden weit zurück, so dass ich einer der Letzten war, der an den Schaltern eintraf. An dieser Stelle wendete sich das Blatt aber wieder zum Guten, da genau zu diesem Zeitpunkt die Schalter, die eigentlich nur für US Bürger gedacht sind, auch für die anderen geöffnet wurden. Ich wurde dann also direkt zu einem leeren Schalter gewunken und überholte so spielend die 500 Wartenden.
Dies brachte mir denn beim Mietwagenstand auch den Vorteil, dass ich vor der großen Masse ankam, und so nach ca. 20 Minuten schon meinen Mietwagen in Empfang nehmen konnte. Das enthalteten Navi hatte aber leider Verbindungsprobleme zum GPS Satellieten, so dass ich die ersten 10 Minuten im Auto leider ohne Hilfe überstehen musste. Ich erinnerte mich aber noch von meinem letzten Besuch in den Staaten an die ungefähre Lage des Flughafens und meines Zielortes, so dass ich auf Verdacht dann eine Richtung Einschlug und losfuhr. 10 Minuten später bestätigte mir dann das Navi auch, dass ich richtig war. Ich fuhr dann direkt zu Ronny bei SAP, der mich dort in Emfang nahm und mir den Schlüssel für unser Apartment übergab.
Damit war die Anreise abgeschlossen. Insagesamt war ich rund 17 Stunden unterwegs und demetnsprechend geschafft. Aber auch sehr glücklich, da es nun endlich losgehen konnte!
Am Frankfurter Flughafen angekommen ging ich direkt zum Check-in Schalter, um mein Flugticket in Empfang zu nehmen. Da offenbarte mir der Mann von der Lufthansa, dass der Flug überbucht sei und ich nun nur auf der Warteliste stünde. Auf meine Nachfrage, wie das denn sein könne, da ich ja schon seit 4 Monaten dieses Flugticket mit Sitzplatzreservierung habe, kam keine zufriedenstellende Antwort. Er verwies mich aber an den Schalter direkt am Abflugort. Dort könnte ich evtl. noch einen Platz bekommen. Falls dies nicht geschehe, würde man mich in anderen Flügen umleiten, so dass der Flug 6-7 Stunden länger dauern würde.
Da mir dies aber überhaupt nicht entgegen kam, ging ich schnellst möglich zum angegebenen Schalter. Nur war dort 2 h vor dem Abflug keine Lufthansa Mitarbeiter anwesend. Diese kamen dann etwa eine Stunde später. Leider waren bis dahin noch viele andere geprellte Kunden eingetroffen, die auch alle noch einen Platz haben wollten. Also stand ich eine Weiel an, wurde dabei mehrfach von Vordrängelern überholt, für die es angeblich besonders wichtig sei, noch ein Ticket in diesem Flugzeug zu erhalten. Ich weiß nicht genau, wie die Mitarbeiter es dann gemacht haben, aber ich hatte den Eindruck, dass jeder der wollte dann auch noch eine Karte bekam. Scheinbar waren die Plätze wohl doch nciht so knapp. So waren es nur 1,5 schön stressige Stunden, und mein Frühstück am Flughafen musste leider ausfallen.
Im Flugzeug selber, befürchtete ich nun, dass ich einen schlechten Platz in der Mitte bekommen hatte, da mein reservierter Gangplatz ja vergeben war. Aber mit Glück bekam ich einen Platz ganz hinten im Flugzeug, wo weniger Leute in der Reihe sitzen und dadurch etwas mehr Platz zwischen den Sitzen war, was die Sache deutlich angenehmer machte. Als Bonus hatte ich dann auch noch einen Fensterplatz, so dass die lange Reihe der Negativereignisse, die mich seit den Bemühungen um einen Praktikumsplatz in den USA ereilten, endlich ein Ende zu finden schien.
Die 11 Stunden Flugzeit gingen dann auch recht ereignislos und einigermaßen erträglich vorrüber, so dass ich gut gelaunt und pünktlich um 12 Uhr mittags Ortszeit in San Franscisco landete. Doch hier ging es dann auch schon wieder bergab. Das Einreiseformular für die USA, was auf dem Flug auszufüllen war, blieb aufgrund seiner etwas unförmigen Form beim Aussteigen an einem Sitz hängen und zerriss. Dank der netten Lufthansa Mitarbeiter bekam ich dann aber ein neues Formular, was ich als erstes nach dem Ausstieg erneut asufüllte, da es ja für die Einreise notwendig war. Dies warf mich dann im Strom der Aussteigenden weit zurück, so dass ich einer der Letzten war, der an den Schaltern eintraf. An dieser Stelle wendete sich das Blatt aber wieder zum Guten, da genau zu diesem Zeitpunkt die Schalter, die eigentlich nur für US Bürger gedacht sind, auch für die anderen geöffnet wurden. Ich wurde dann also direkt zu einem leeren Schalter gewunken und überholte so spielend die 500 Wartenden.
Dies brachte mir denn beim Mietwagenstand auch den Vorteil, dass ich vor der großen Masse ankam, und so nach ca. 20 Minuten schon meinen Mietwagen in Empfang nehmen konnte. Das enthalteten Navi hatte aber leider Verbindungsprobleme zum GPS Satellieten, so dass ich die ersten 10 Minuten im Auto leider ohne Hilfe überstehen musste. Ich erinnerte mich aber noch von meinem letzten Besuch in den Staaten an die ungefähre Lage des Flughafens und meines Zielortes, so dass ich auf Verdacht dann eine Richtung Einschlug und losfuhr. 10 Minuten später bestätigte mir dann das Navi auch, dass ich richtig war. Ich fuhr dann direkt zu Ronny bei SAP, der mich dort in Emfang nahm und mir den Schlüssel für unser Apartment übergab.
Damit war die Anreise abgeschlossen. Insagesamt war ich rund 17 Stunden unterwegs und demetnsprechend geschafft. Aber auch sehr glücklich, da es nun endlich losgehen konnte!
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